C2C: Persönliche Bilanz

    – Überpackt: Brille. Waschlappen. Weggehpulli. Shakespeare Sonette.
    – Unterpackt: Stöcke?
    – Gelernt: So viel. Und Bedienung englischer Duschen.
    – Verlernt: Jeans tragen.
    – Vermisst: abwesende Freunde. Gitarre. Veganes Essen.
    – Überdrüssig: Fish&Chips
    – Überlebenswichtig: Erdnüsse!
    – Überbewertet: Steckdosen.
    – Erinnerungslied: „Tanz durch die Welt“ (Wicked)
    – Nachwirkungen: der Griff ins Leere. Schlafen nur bei offenem Fenster.
    – Suchtfaktor: Inselüberquerungen. Die Lakelands. HobNobs.
    – Identitätsentwicklung: Exilant. Ich vermisse Lakeland…
    – Wiederholung? Aber hallo! Hoffentlich mit ein paar Höhenrouten.

 

 
Von Küste zu Küste laufen ist ungemein befriedigend. Man hat einen sehr einleuchtenden Startpunkt und ein klares Ende. Mal schauen, welche anderen C2Cs ich noch in Angriff nehmen werde. Schottland bietet sich an, Irland klingt etwas langweilig. Der walisische Offa’s Dyke Path steht schon auf der Liste.

Der Griff ins Leere beschreibt das reflexhafte Hinter-sich-Greifen nach einer längeren Rucksacktour. Egal was du gerade brauchst, ob Trockenhefe, Nagellack oder Blumenerde, du bist überrascht es a) nicht in deinem Rucksack zu finden und b) es dort gar nicht suchen zu können, weil du keinen Rucksack mehr auf dem Rücken trägst.

Alfred Wainwright ist mein neuer imaginärer Freund. Bei unserer Vorbereitung haben wir gelesen, dass der Wanderführer von aw („ey double you“, wie er liebevoll abgekürzt wird) nur aus nostalgischen Gründen zu empfehlen wäre. Ich habe ihn nach der Wanderung gekauft und kann dem nicht zustimmen. Für detaillierte aktuelle Wegbeschreibungen sollte man besser auf einen neueren Führer zurückgreifen, das ist wahr. Aber aws Buch möchte ich nicht mehr missen. Er bietet humorvolle Beschreibungen in einer handschriftlich intimen Atmosphäre, die ihn als alten Freund erscheinen lässt. Seine Karten sind mir angesichts der fehlenden Farbabstufungen etwas zu unübersichtlich, dafür aber ergänzt aw seine Texte durch Zeichnungen, die beim Abgleichen von Karte und Welt hilfreich sind: „Sind die Felsen da auch wirklich Lining Crag?“ Ein Vergleich mit aws Skizze klärt die Frage. Außerdem hat er wunderbare Diagramme eingefügt, mit denen man vom Berggipfel aus die umliegenden Spitzen bestimmen kann. Dies ist besonders für Wanderer mit Sektionskarten, in denen nur direkt relevante Abschnitte enthalten sind, ein schöner Bonus.

Wetter hatten wir wohl das beste, was man auf dem C2C haben kann. Julia läuft auf ihrer Doku ständig im Regen rum und der Rambling Man wär im Lake District auch fast ersoffen (man beachte das Bild an den Tongues hinter Grasmere: der linke Bach ist eigentlich der Weg!). Es ist höchst unwahrscheinlich, dass wir bei einer Wiederholung nochmal ähnlich gutes Wetter haben werden. Aber wozu hat man denn Regenklamotten :) ?
 

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